|
Sturm- und Stalllaternen
Wie alles begann
Ich wollte doch keine Sturmlaternen, hatte sie immer abgelehnt. Für mich waren es einfach nur stinkende Petroleumlampen. Überbleibsel einer vergangenen Epoche. Ich habe noch den Petroleumgestank in der Nase, den ich als Kind ertragen musste. Damals, als vor meinem Elternhaus die Straße erstmalig mit einer Asphaltdecke überzogen wurde. Die Baustelle war mit Feuerhand Baustellenlaternen gesichert. Bevor die Bauarbeiter in ihren wohlverdienten Feierabend entlassen wurden, musste einer der Beschäftigten die Lampen kontrollieren, tanken und entzünden.
Langsam verschwanden die Leuchten aus dem Baustellenbild. Neue Standards setzten sich durch. Blinkende Warnlampen mit ihren schweren Batteriekästen übernahmen nun die Baustellensicherung.
Doch wie kam ich zu meinen Laternen? Da gab es ja noch die lieben Nachbarn und Freunde. Sie wussten von meinem Hobby. Hin und wieder kamen sie eben mal vorbei und luden ihre zufällig wieder entdeckte Laterne bei mir ab. Sie waren das Teil los, zogen zufrieden ab, mit dem guten Gefühl mir eine Wahnsinns Freude gemacht zu haben. Und ich hatte das Teil am Backen.
Oft waren es einfache China-Leuchten aus dem Bau- und Gartenmarkt. Mal mit, mal ohne Glas oder gerissen. Rostige durchlöcherte Laternen, die der Schrotthändler nur widerwillig annahm.
Als ich jedoch die kleine Atom mit ihrer Sturmkappe in der Hand hielt, war ich begeistert. Die Kleine machte sogar Licht. Ich wusste. sie ist bei Sammlern begehrt. Ich wusste auch von ihrem Sammlerwert. Und mir wurde sie geschenkt. Und weil sie auch meiner Frau Freude bereitete, behielt ich sie. Das war mein Einstieg. Nun habe ich eine kleine bescheidene Auswahl Sturmlaternen und bin mir sicher, es werden mehr.
|